Praxis Dr. Kraßnitzer-Geyer u. Frede-Weißinger

Praxis Dr. Krassnitzer-Geyer Würzburg Allgemeinarzt Naturheilkunde Akupunktur Homöopathie

Gesundheitstipps

Und auch hier gilt: Vorsorgen ist besser als Heilen!

Sehr viele Krankheiten und Beschwerden können vermieden oder in der Ausprägung verringert werden. Sei es durch eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, durch regelmäßige Entspannungsübungen wie Yoga oder durch geeignete gymnastische Übungen.

Treiben Sie regelmäßig Sport?

Gehören Obst und Gemüse, möglichst frisch und teilweise auch in roher Form, zu Ihrem täglichen Speiseplan?

Wir geben Ihnen hier ein paar einfache Gesundheitstipps. So halten Sie sich fit, fühlen sich frisch und vital und tragen etwas zu ihrer Gesundheit bei.

 

Sport treiben

Besonders gesundheitsförderlich sind Ausdauersportarten, wie Laufen, Radfahren und Schwimmen. Die Pros und Contras werden im Folgenden skizziert. Für alle gilt, dass sie extrem gesundheitsfördernd sind, solange mit Maß und Ziel trainiert wird.

Laufen

hat den höchsten Energieverbrauch aller Ausdauersportarten (ca. 550 Kalorien pro Stunde bei 1,5 mmol Laktat pro Liter Blut) und die höchste Sauerstoffaufnahme, so dass Laufen bestes Konditionstraining ist. Solange Sie im Bereich von 60-70 % der maximalen Herzfrequenz bleiben, wird durch Fettstoffwechseltraining Gewicht abgebaut. Aber Achtung: effektiv wird Übergewicht nur bei Dauerbelastung über 35-40 Minuten abgebaut. Bei 70-80 % der maximalen Herzfrequenz trainieren Sie vor allem Herz und Kreislauf.

Vor allem Bein- und Gesäßmuskulatur werden gestärkt. Allerdings ist die Belastung für Fuß-, Knie- und Hüftgelenke relativ hoch. Das Verletzungsrisiko ist aber vergleichsweise gering. Meist kommt es nur bei Überbelastung zu Beeinträchtigung von Muskulatur, Sehnen oder Gelenken.

Die Kosten für Lauftraining sind gering. Benötigt wird lediglich eine dem Wetter angepasste Kleidung und ein Paar ordentlicher Laufschuhe. Anfänger sollten sich beim Kauf beraten lassen, denn nicht alle Schuhe sind für jeden Fuß geeignet.
 

Radfahren

hat mit ca. 410 Kalorien pro Stunde (bei 1,5 mmol Laktat pro Liter Blut) ein hohes Niveau beim Energieverbrauch. Beim Training im Bereich von 55-65 % der maximalen Herzfrequenz liegt der Fokus auf Kondition und Fettstoffwechsel (zur Gewichtsreduktion), bei 65-75 % der maximalen Herzfrequenz werden vorwiegend Herz und Kreislauf trainiert.

Wie beim Laufen wird vor allem die Bein- und Gesäßmuskulatur trainiert, so dass ergänzende Übungen für Rücken und Bauch zu empfehlen sind. Die Belastung für Gelenke ist eher gering. Eine falsche Sitzposition auf dem Rad kann allerdings zu Wirbelsäulenproblemen führen. Zu Gesundheitsproblemen führen vor allem Stürze. 

Leider sind die Kosten für ambitionierte Radler mittlerweile recht hoch. Ein gutes Fahrrad kosten mindestens 500 Euro. Dazu kommen - je nach Anspruch -  die Kosten für Radbekleidung, Schuhe und Helm.
 

Schwimmen

hat ein hohes Niveau beim Energieverbrauch (beim Brustschwimmen ca. 430-440 Kalorien pro Stunde bei 1,5 mmol Laktat pro Liter Blut) und ist ein exzellenter Konditionslieferant. Bei 50-60 % der Herzfrequenz während der Trainingsbelastung liegt der Fokus auf dem Fettstoffwechsel, bei 60-70 % auf Herz-Kreislauf-Training. 

Der große Vorteil des Schwimmens besteht darin, dass nahezu alle wichtigen Muskelpartien trainiert werden, besonders im- während des täglichen Lebens oft vernachlässigten- Oberkörper. Die Schwimmbewegungen erfordern zwar nur einen niedrigen Muskeltonus, sind aber dennoch ein effizientes Krafttraining. 

Zu Verletzungen kommt es beim Schwimmen kaum, da die Gelenke im Wasser durch den Auftrieb weit weniger Belastungen ausgesetzt sind. Allerdings sollte die Schwimmtechnik korrekt ausgeführt werden. Verletzungen resultieren meist aus Überbelastungen oder aus zu geringem Aufwärmen.

Zwar ist die Ausrüstung (Badehose oder Badeanzug, evt. Schwimmbrille und Badekappe) günstig zu haben. Allerdings können die Eintrittspreise für die Bäder das Schwimmen zu einer teuren Angelegenheit machen. Und geeignete Schwimmbäder liegen meist nicht vor der Haustüre.

 

Gesünder durch kohlenhydratarme Ernährung

Kohlenhydrate dienen dem Körper als Hauptenergielieferanten. Sie sind vor allem in Getreide, Kartoffeln, Reis, Hülsenfrüchten und Obst enthalten und sind im Grunde nichts anderes als Zucker. Kohlenhydrate sind also in fast allen natürlichen Nahrungsmitteln enthalten außer in rein pflanzlichen Ölen. Sogar in Milchprodukten findet man sie. Fisch und Fleisch haben dagegen nur einen sehr geringen Kohlenhydratanteil.

Doch Kohlenhydrate sind nicht gleich Kohlenhydrate, denn in Früchten, Süßigkeiten und Honig kommen sie als Monosaccharide (Einfachzucker) und in Getreide und Gemüse als Polysaccharide (Mehrfachzucker) vor. Die aus Einfachzuckern bestehenden Kohlenhydrate werden vom Körper schneller aufgenommen und führen dadurch zu einem raschen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Mehrfachzucker hingegen müssen zunächst vom Körper umgewandelt werden, was die Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel abschwächt und verlangsamt.

Der Körper muss nun Insulin ausschütten, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren, indem die Glukose in die Zellen transportiert wird. Insulin ist zusätzlich auch für den Fettstoffwechsel verantwortlich. Solange der Körper mit der Regulierung des Blutzuckerspiegels beschäftigt ist, stagniert der Fettabbau und die Blutfettwerte erhöhen sich.

Meist produziert der Körper mehr Insulin als benötigt, was zu einem Abfall des Blutzuckerspiegels unter den ursprünglichen Wert führt. Die Folge ist ein ausgelöstes Hungergefühl, obwohl der Körper eigentlich satt ist. Dieses führt auf lange Sicht zwangsläufig zur Gewichtszunahme.

Besonders schlecht für die Figur ist eine Kombination aus schnell verdaulichen Kohlenhydraten und Fetten. Zu den fatalsten Dickmachern zählen hierbei Brot aus Weißmehl mit fettigem und süßem Belag, Nudeln mit fettigen Soßen, Pizza, Schokolade und Chips. Wer also schlank bleiben möchte oder sein Gewicht reduzieren will, sollte unbedingt auf eine kohlenhydratarme Ernährung achten und dies vor allem ab 17 Uhr.

Wenn Sie sich kohlenhydratarm und eiweißreich ernähren, steigt Ihr Blutzuckerspiegel nach dem Essen nur geringfügig an. Ihr Körper wird somit nicht so massiv in der Fettverbrennungsarbeit behindert. Zum Verdauen proteinreicher Nahrungsmittel benötigt der Körper 40 Prozent mehr Energie als bei der Verarbeitung kohlenhydratreicher Speisen. Dadurch setzt das Sättigungsgefühl bei der Aufnahme von proteinreichen Nahrungsmitteln schneller ein und hält länger an. Die in der Nahrung enthaltenen Fette können besser in die Muskelzellen transportiert und dort für die Energiegewinnung genutzt werden. Da dem Körper nun nicht mehr Energie im Überschuss zusteht, verbraucht er eben mehr Energie aus den Fettzellen.


Säure-Basen-Haushalt

Viele wichtige Stoffwechselvorgänge im menschlichen Körper laufen nur dann richtig ab, wenn im Organismus ein ausgeglichenes Verhältnis von Säuren und Basen vorhanden ist. Dieses Gleichgewicht ist somit sehr wichtig.

Falsche Ernährung (z. B. durch zuviel Fleisch, zu viele zuckerhaltige Lebensmittel und Fast Food ) und Stresssituationen können zu einem Zuviel an Säuren führen, wenn der zum Ausgleich wichtige erhöhte Bedarf an Basen nicht durch eine basenreiche Kost ausgeglichen wird. Das Säure-Basen-Gleichgewicht kann auch durch bestimmte Medikamente gestört werden. Die Säuren werden normalerweise über Nieren, Haut und Lunge ausgeschieden, so dass besondere Belastungen dieser Organe ebenfalls zu einem Anstieg der Säuren führen können.

Für den Menschen sollte deshalb immer eine basenreiche Ernährung zur Verfügung stehen. Sie sollten deshalb auf den Verzehr einer gesunden Vollwertkost mit viel Obst und Gemüse oder auch basenreichen Trockenfrüchten  achten und den Anteil an Fleisch, Wurst und zuckerhaltigen Nahrungsmitteln und Getränken reduzieren. Wichtig ist zudem eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit (z.B. stilles Wasser), damit die Ausscheidung über die Nieren erleichtert wird. Bei unvermeidbaren Stresssituationen und wenn eine ausgewogene Ernährung schwierig ist, kann man  mit basischen Mineralstoffen die Neutralisierung überschüssiger Säuren unterstützen. Informationsschriften zum Thema Säure- Basen-Haushalt, oft mit Nahrungsmitteltabellen, können Sie in unserer Praxis erhalten.

 

Gefahren durch Gefäßerkrankungen

Wenn der Cholesterinspiegel dauerhaft stark erhöht ist, kann das erhöhte Cholesterin eine Arterienverkalkung bewirken. Die Ablagerungen in den Arterien sorgen für einen Verschluss der Arterien. Die resultierenden Gefäßverengungen bewirken eine Reduzierung des Blutflusses.

Häufig entstehen Ablagerungen in denjenigen Gefäßen, die für die Blutversorgung des Herzens zuständig sind, die Herzkranzgefäße. Dieser Zustand wird als koronare Herzkrankheit bezeichnet. Diese koronaren Gefäßverengungen können zu einem Gefäßverschluss bzw. letztlich zu einem Herzinfarkt führen.

Für die koronare Herzkrankheit, kurz KHK bezeichnet, und auch den Herzinfarkt ist der erhöhte Cholesterinspiegel ein wichtiger Risikofaktor. Für eine Arteriosklerose in den Gehirnarterien, die zu einem Schlaganfall führt, ist ein erhöhter Blutdruck einer der wichtigsten Risikofaktoren. Die Arterien in den Beinen werden sehr häufig durch Rauchen bzw. Diabetes mellitus, also den Folgen der Zuckerkrankheit, verengt.

Für alle Organbereiche ist es aber wichtig zu wissen, dass bei einer Kombination von Risikofaktoren, also

  • schlechte Ernährung,
  • Rauchen,
  • Bluthochdruck und
  • Diabetes mellitus

die Gefährdung deutlich steigt.

Die Bestimmung der Cholesterinwerte im Blut gehört zum Check-up 35, der Vorsorgeuntersuchung, die im Rahmen der Gesundheitsreform alle zwei Jahre von gesetzlich Versicherten beansprucht werden kann. Aber auch schon vor dem 35. Lebensjahr kann ein regelmäßig durchgeführter Test bei Patienten mit erhöhten Cholesterinwerten sehr wichtig sein, beispielsweise wenn bereits in der Familie erhöhte Cholesterinwerte zu verzeichnen sind. 

 

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